iPhone-MyPhone

Nun habe ich auch ein iPhone! Seit nun schon über einem Monat. Es wird Zeit, mal etwas darüber zu reflektieren. Eigentlich bin ich ja mehr der Anti-Phone-Typ. Ich rufe quasi nie jemand an, nur im äußersten Notfall greife ich zum Hörer. Wenn das Telefon klingelt, ignoriere ich das auch meistens. Klingt jetzt paradox, aber in einem schwachen Moment sollte es das iPhone sein. Ausgerechnet das iPhone, wo ich mir bis dahin immer sagte ‚Wozu braucht man den ganzen Schnick-Schnack?’.
Einen Monat später nun muss ich sagen, der Schnick-Schnack ist eigentlich ziemlich prima. Ich mag den Musik-Player, habe nun auch schon hunderte Lieder drauf. Alles quer Beet und ich mag die Zufallsfunktion zum abspielen (ich mag überhaupt den Zufall!). Zur Orientierung gibt es das GPS mit Google-Maps und es war schon ab und zu recht hilfreich. Dann ist noch eine Internet-Funktion enthalten – Zugang per Safari-Explorer. Etwas fummelig aber zur Not und vor allem unterwegs ist es OK.
Was an der Sache jedoch stört, ist die Telekom. Gut lief noch die Anmeldung. Was aber weniger optimal ist, ist die Verbindung ins Netz. Das schnelle Internet ist relativ oft eher langsam. Acht Jahre nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen ist das Netz noch relativ rudimentär. Auf einer vier-stündigen Fahrt von Zürich nach München ist es nicht mal auf auf der Hälfte der Strecke möglich online zu gehen. Kommen wir zum Preis. Der Spass kostet 45 Euro pro Monat – Grundpreis versteht sich. Die Kosten für SMS kommen additiv dazu. Das die Telekom dann 32 Euro vom Konto abbucht statt 7 Euro wie es die online Kostenaufstellung ausweist sei nur eine Randnotiz. In jedem Fall zu teuer für den dünnen Service.
Alles in allem kann ich jedoch sagen, mit dem Gerät bin ich zufrieden und fühle mich auch irgendwie inspiriert von der Apple-Innovation. Ein netter Nebeneffekt ist, dass mein Diensthandy nun noch öfter stumm bleibt – zwei Geräte schleppe ich nun nicht mit mir rum. Leider passt die tolle Hardware des iPhone nicht zum miesen Service der Telekom. Nur zur Erinnerung: Waren es nicht die IT Firmen, die seit Jahren verstärkt auf Service setzen wollen? Merkwürdig, die Telekom hat da wohl was missverstanden – wieder einmal!

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